Dienstgeberkosten 2026: was ein Gehalt wirklich kostet

Alle Lohnnebenkosten, die ein Arbeitgeber in Österreich auf ein Bruttogehalt zahlt, mit den Sätzen 2026 und dem Unterschied zwischen den Bundesländern.

Ein Bruttogehalt von 3.000 € kostet einen Arbeitgeber in Wien 2026 rund 3.894,60 € im Monat und 54.479 € im Jahr mit 14 Bezügen, also 29,7 % mehr als die 42.000 € brutto. Der größte Posten ist der Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung von 20,98 %, in Wien wegen des höheren Wohnbauförderungsbeitrags 21,23 %; er endet bei der Höchstbeitragsgrundlage. Dazu kommen ohne Obergrenze 1,53 % für die Betriebliche Vorsorgekasse, also die Abfertigung neu, 3,7 % Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds, ein Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag zwischen 0,31 % und 0,40 % je nach Bundesland und 3 % Kommunalsteuer an die Gemeinde. Auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld fällt die Sozialversicherung um den Wohnbauförderungsbeitrag niedriger aus. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland liegen bei diesem Gehalt 111,00 € im Jahr.

Zuschlag zum DB in Wien: 0,36 %. Nicht enthalten: Wiener Dienstgeberabgabe, Betriebsratsumlagen, freiwillige Leistungen.

Kosten für den Dienstgeber pro Jahr

54.479 €

42.000 € brutto plus 29,7 % Lohnnebenkosten

Bruttogehalt3.000,00 €
Sozialversicherung Dienstgeber636,90 €
Mitarbeitervorsorge 1,53 %45,90 €
Dienstgeberbeitrag 3,70 %111,00 €
Zuschlag zum DB10,80 €
Kommunalsteuer 3,00 %90,00 €
Kosten pro Monat3.894,60 €

Berechnungsmethode

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · Berechnungsmethode

Was der Rechner ausgibt

Sie geben das Bruttogehalt pro Monat und das Bundesland der Betriebsstätte ein. Der Rechner zeigt jeden Posten des Arbeitgebers für ein laufendes Monatsgehalt, die Kosten pro Monat und die Jahreskosten mit zwei Sonderzahlungen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist das die Antwort auf die Frage, was die eigene Stelle das Unternehmen kostet; für Gründer die Grundlage jeder Personalplanung.

Die Sätze 2026

Dienstgeberanteile 2026 für Angestellte; Sozialversicherung zusammen 20,98 %, in Wien 21,23 %, auf Sonderzahlungen 20,48 %
PostenlaufendSonderzahlungObergrenze
Krankenversicherung3,78 %3,78 %ja
Pensionsversicherung12,55 %12,55 %ja
Arbeitslosenversicherung2,95 %2,95 %ja
Unfallversicherung1,10 %1,10 %ja
Insolvenz-Entgeltsicherung0,10 %0,10 %ja
Wohnbauförderung (Wien)0,50 % (0,75 %)0,00 %ja
Mitarbeitervorsorge (BV-Kasse)1,53 %1,53 %nein
Dienstgeberbeitrag (DB)3,70 %3,70 %nein
Kommunalsteuer3,00 %3,00 %nein

Die Sozialversicherungssätze stammen aus der WKO-Übersicht Beitragswesen 2026. Sie gelten bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € im Monat und 13.860 € für die Sonderzahlungen im Jahr; mehr dazu auf der Seite zur Höchstbeitragsgrundlage. Der Dienstgeberbeitrag beträgt seit 2025 3,7 %. Die Mitarbeitervorsorge fließt in die Vorsorgekasse und wird später Ihre Abfertigung neu.

Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag nach Bundesland

Zuschlag zum DB 2026 nach WKO, Jahreskosten mit 14 Bezügen aus unserem Motor
BundeslandDZJahreskosten bei 3.000 € brutto
Burgenland0,40 %54.406,20 €
Kärnten0,37 %54.393,60 €
Niederösterreich0,33 %54.376,80 €
Oberösterreich0,31 %54.368,40 €
Salzburg0,35 %54.385,20 €
Steiermark0,34 %54.381,00 €
Tirol0,39 %54.402,00 €
Vorarlberg0,33 %54.376,80 €
Wien0,36 %54.479,40 €

Der Zuschlag wird von denselben Löhnen berechnet wie der DB und fließt an die Wirtschaftskammer des Landes (WKO, Zuschlag zum DB). In Wien kommt der höhere Wohnbauförderungsbeitrag dazu, deshalb ist Wien bei 3.000 € das teuerste Land und Oberösterreich das günstigste.

Ein Beispiel Posten für Posten

Bei 3.000 € brutto in Wien zahlt der Arbeitgeber jeden Monat 636,90 € Sozialversicherung, 45,90 € Vorsorgekasse, 111,00 € DB, 10,80 € DZ und 90,00 € Kommunalsteuer, zusammen 894,60 €. Auf jede der beiden Sonderzahlungen fällt eine etwas niedrigere Sozialversicherung von 614,40 € an. Übers Jahr sind das 54.479,40 € für 42.000 € brutto.

Geringfügig Beschäftigte und hohe Gehälter

Bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 € zahlt der Arbeitgeber für die einzelne Person nur die Unfallversicherung, dazu Vorsorgekasse, DB, DZ und Kommunalsteuer. Übersteigen die geringfügigen Entgelte im Betrieb zusammen das Eineinhalbfache der Grenze, wird zusätzlich eine pauschale Dienstgeberabgabe fällig, die der Rechner nicht enthält; die Seite zur geringfügigen Beschäftigung erklärt sie aus Sicht der Beschäftigten. Bei hohen Gehältern sinkt der prozentuale Aufschlag, weil die Sozialversicherung bei der Höchstbeitragsgrundlage endet: Bei 8.000 € brutto beträgt er 26,9 %.

Was nicht enthalten ist

Nicht modelliert sind die Wiener Dienstgeberabgabe, Betriebsratsumlagen, Nachtschwerarbeits- und Schlechtwetterbeiträge bei Arbeitern, freiwillige Leistungen sowie die Befreiungen für Beschäftigte ab 60. Den Freibetrag beim DB für sehr kleine Lohnsummen (bis 1.460 € im Monat) wenden wir ebenfalls nicht an. Was vom Gehalt bei Ihnen ankommt, zeigt die Seite zur Sozialversicherung der Dienstnehmer.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent Lohnnebenkosten zahlt der Dienstgeber 2026 auf ein Gehalt?

Bei einem mittleren Gehalt rund 30 % des Bruttos, bei 3.000 € in Wien genau 29,7 %. Darin stecken 21,23 % Sozialversicherung, 1,53 % Vorsorgekasse, 3,7 % DB, 0,36 % DZ und 3 % Kommunalsteuer. Über der Höchstbeitragsgrundlage sinkt der Anteil, bei 8.000 € brutto auf 26,9 %.

Was zählt zu den Dienstgeberkosten, aber nicht zum Rechner?

Die Wiener Dienstgeberabgabe, im Volksmund U-Bahn-Steuer, Betriebsratsumlagen, Zuschläge für Nachtschwerarbeit und Schlechtwetter bei Arbeitern, freiwillige Sozialleistungen und Sachbezüge. Auch Befreiungen bildet der Rechner nicht ab, etwa den Wegfall von Dienstgeberbeitrag und Unfallversicherung für Beschäftigte ab 60 Jahren. Das Ergebnis ist daher der Regelfall eines Angestellten.

Gibt es beim Dienstgeberbeitrag einen Freibetrag für kleine Arbeitgeber?

Ja. Übersteigt die Summe aller Arbeitslöhne eines Monats 1.460 € nicht, verringert sich die Beitragsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag um 1.095 €, so die WKO in ihrer Übersicht zum Beitragswesen 2026. Das betrifft praktisch nur Betriebe mit einer Teilzeitkraft oder einem geringfügig Beschäftigten. Unser Rechner wendet den Freibetrag nicht an, weil er die Lohnsumme des ganzen Betriebs voraussetzt.

Passende Rechner und Seiten

Quellen

Verfasst von

Herausgeber von Lohn- und Sozialrechnern für Österreich

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