2.000 Euro brutto: was netto bleibt und warum
Ein Gehalt ohne Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, mit dem niedrigsten Steuersatz und zwei Grenzen in Sichtweite.
Bei 2.000 € brutto bleiben 2026 1.627,26 € netto im Monat. Die Sozialversicherung kostet 302,40 € oder 15,12 %, weil bis 2.225 € kein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung anfällt. Die Lohnsteuer beträgt 70,34 €: Aufs Jahr gerechnet liegt die Bemessungsgrundlage bei 20.239 € und damit vollständig in der 20-Prozent-Stufe, die bis 21.992 € reicht. Jeder zusätzliche Euro kostet also 15,12 % Sozialversicherung und vom Rest 20 Prozent Steuer. Diese günstige Lage endet bald: Ab etwa 2.173 € brutto beginnt die 30-Prozent-Stufe, ab 2.226 € wird ein Prozent Arbeitslosenversicherung auf das ganze Gehalt fällig, was netto 220,12 € im Jahr kostet. Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration bringen zusammen 3.266,28 € netto, das ganze Jahr 22.793 €. Mit einem Kind wirkt der Familienbonus Plus nur zum Teil, weil die Steuer kleiner ist als der Bonus von 166,68 €.
Netto aus diesem Bruttogehalt
Netto pro Monat
1.627 €
| Sozialversicherung | 302 € |
| Lohnsteuer | 70 € |
| Jahresnetto (14 Bezüge) | 22.793 € |
| Abzüge vom Jahresbrutto | 18,6 % |
Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · Berechnungsmethode
Abzüge bei 2.000 € brutto im Monat
| Position | Monat | Anteil am Brutto |
|---|---|---|
| Bruttobezug | 2.000,00 € | 100,0 % |
| Kranken- und Pensionsversicherung | 282,40 € | 14,12 % |
| Arbeitslosenversicherung 0,0 % | 0,00 € | 0,00 % |
| AK-Umlage und Wohnbauförderung | 20,00 € | 1,00 % |
| Lohnsteuer | 70,34 € | 3,52 % |
| Netto | 1.627,26 € | 81,36 % |
Rund um diesen Betrag liegen viele kollektivvertragliche Einstiegsgehälter. Die genaue Zahl steht im jeweiligen Kollektivvertrag; für das Netto zählen nur Brutto, Wohnort des Betriebs und Ihre Absetzbeträge.
Die 20-Prozent-Stufe reicht bis etwa 2.173 € brutto
Der Lohnsteuertarif (§ 33 Abs. 1 EStG) lässt die ersten 13.539 € im Jahr frei und belegt den Teil bis 21.992 € mit 20 Prozent. Ihre Bemessungsgrundlage von 20.239 € hat bis zur nächsten Stufe noch 1.753 € Luft. Hochgerechnet ergibt das eine Tarifsteuer von 111,67 € im Monat, davon zieht die Lohnverrechnung ein Zwölftel des Verkehrsabsetzbetrags ab (41,33 €). So entstehen die 70,34 € auf dem Lohnzettel. Eine Erhöhung um 100 € bringt in diesem Bereich rund 68 € netto.
Die Grenze bei 2.225 €: ein Prozent auf das ganze Gehalt
Die Staffel der Arbeitslosenversicherung (ÖGK) wirkt nicht nur auf den Euro über der Grenze, sondern auf den gesamten Monatsbezug. Wer mit 2.225 € genau an der Grenze liegt, verliert beim nächsten Euro netto Geld.
| Monatsbrutto | AV-Satz | Grenzsteuersatz | Netto im Monat | Netto im Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 0,0 % | 20,0 % | 1.627,26 € | 22.793,40 € |
| 2.172 € | 0,0 % | 20,0 % | 1.744,06 € | 24.472,70 € |
| 2.173 € | 0,0 % | 30,0 % | 1.744,66 € | 24.481,52 € |
| 2.225 € | 0,0 % | 30,0 % | 1.775,56 € | 24.936,28 € |
| 2.226 € | 1,0 % | 30,0 % | 1.760,57 € | 24.716,16 € |
Wer über eine Gehaltserhöhung verhandelt, sollte die Grenze deshalb deutlich überspringen. Der Gehaltserhöhungsrechner zeigt, wie viel davon ankommt; auf der Seite zu 2.500 Euro brutto sehen Sie die beiden nächsten Stufen der Staffel.
Familienbonus: nur ein Teil kommt an
Der Familienbonus Plus beträgt 166,68 € im Monat je Kind unter 18 (BMF), wird aber höchstens bis zur Tarifsteuer abgezogen. Bei 2.000 € sind das 111,67 €. Weil der Verkehrsabsetzbetrag ohnehin einen Teil davon deckt, steigt Ihr Netto nur um 70,34 €. Verdient der andere Elternteil mehr, ist die Aufteilung je zur Hälfte meist die bessere Wahl: Ihr Netto liegt dann bei 1.697,60 €, ohne jeden Verlust, die zweite Hälfte wirkt beim Partner in voller Höhe. Details im Ratgeber zum Familienbonus Plus.
Netto bringt Ihnen der Urlaubszuschuss 1.651,74 €. Den eigenen Fall rechnen Sie im Brutto-Netto-Rechner; darunter liegt 1.500 Euro brutto, wo laufend gar keine Lohnsteuer anfällt.