Stundenlohn: vom Brutto pro Stunde zum Monatsnetto

Wie ein Stundenlohn in ein Monatsgehalt umgerechnet wird, was davon netto bleibt und wie viel eine Arbeitsstunde nach Abzügen tatsächlich bringt.

Ein Stundenlohn wird in Österreich in ein Monatsbrutto umgerechnet, indem man ihn mit den Wochenstunden und dem Faktor 4,33 multipliziert, der durchschnittlichen Zahl der Wochen pro Monat. Bei 20 € brutto und 40 Wochenstunden ergibt das 3.464,00 € im Monat und 2.440,19 € netto, also 14,09 € pro Stunde. Rechnet man Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration mit ein, die meist auch Beschäftigten mit Stundenlohn zustehen, steigt der Nettowert einer Stunde auf 16,71 €. Von einem niedrigen Stundenlohn bleibt prozentual mehr: Bei 12 € sind es 81 % des Bruttos, bei 40 € nur 60 %, weil Lohnsteuer und Arbeitslosenversicherung mit dem Einkommen steigen. Einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn kennt Österreich nicht; die Untergrenzen stehen in den Kollektivverträgen der Branchen. Wer höchstens 551,10 € im Monat verdient, ist geringfügig beschäftigt und bekommt den Stundenlohn ohne Abzüge.

Vom Stundenlohn zum Monatsnetto

Netto pro Monat

2.043 €

Monatsbrutto (× 4,33 Wochen)2.771 €
Netto pro Stunde11,79 €
Jahresnetto (14 Bezüge)28.872 €
Brutto-Netto-Rechner →

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Die Umrechnung: mal Wochenstunden mal 4,33

Ein Jahr hat 52 Wochen, verteilt auf zwölf Monate sind das im Schnitt 4,33 Wochen pro Monat. Diesen Faktor verwendet die Lohnverrechnung in beide Richtungen: Aus einem Stundenlohn wird das Monatsbrutto, und aus einem Monatsgehalt wird der Stundensatz, etwa für Überstunden. Die Formel lautet:

Monatsbrutto = Stundenlohn × Wochenstunden × 4,33

Bei 20 € und 40 Stunden ergibt das 3.464,00 €. Wer im Stundenlohn bezahlt wird, bekommt in kurzen Monaten etwas weniger und in langen etwas mehr, je nachdem, wie der Kollektivvertrag die Abrechnung regelt. Über das Jahr gleicht sich das aus. Bei Teilzeit gilt dieselbe Formel mit den vereinbarten Wochenstunden: 16 € und 20 Stunden ergeben 1.385,60 € brutto und 1.176,10 € netto, weil bei diesem Betrag weder Lohnsteuer noch Arbeitslosenversicherung anfallen. Mehr dazu unter Teilzeit brutto netto. Für die Lohnsteuer sind kleine Schwankungen ohne Bedeutung; wer stark schwankende Monate hat, holt zu viel bezahlte Steuer über die Arbeitnehmerveranlagung zurück.

Tabelle: Stundenlohn, Monatsnetto und Netto pro Stunde

Laufender Monat 2026, Monatsbrutto = Stundenlohn × Wochenstunden × 4,33; außerhalb Wiens, ohne Kinder und Pendlerpauschale; Werte aus dem Rechner dieser Seite
StundenlohnBrutto 38,5 hNetto 38,5 hBrutto 40 hNetto 40 hNetto je Stunde (40 h)
12,00 €2.000,46 €1.627,58 €2.078,40 €1.680,50 €9,70 €
14,00 €2.333,87 €1.823,90 €2.424,80 €1.877,29 €10,84 €
16,00 €2.667,28 €1.983,26 €2.771,20 €2.042,86 €11,79 €
18,00 €3.000,69 €2.174,48 €3.117,60 €2.241,52 €12,94 €
20,00 €3.334,10 €2.365,69 €3.464,00 €2.440,19 €14,09 €
22,00 €3.667,51 €2.556,90 €3.810,40 €2.631,58 €15,19 €
25,00 €4.167,63 €2.807,19 €4.330,00 €2.887,01 €16,67 €
30,00 €5.001,15 €3.216,93 €5.196,00 €3.312,71 €19,13 €
35,00 €5.834,68 €3.626,68 €6.062,00 €3.738,43 €21,58 €
40,00 €6.668,20 €4.036,42 €6.928,00 €4.164,13 €24,04 €

Die Tabelle rechnet mit 38,5 und 40 Wochenstunden, zwei in Kollektivverträgen verbreiteten Normalarbeitszeiten. Der Unterschied zwischen beiden ist bei gleichem Stundenlohn kleiner als die anderthalb Stunden vermuten lassen, weil die zusätzlichen Euro mit dem Grenzsteuersatz belastet werden. Wer nach Kollektivvertrag ein Monatsgehalt bekommt und seinen Stundenlohn wissen will, rechnet umgekehrt: Monatsgehalt geteilt durch Wochenstunden und durch 4,33.

Vom Stundenlohn zum Monatsnetto

Netto pro Monat

2.043 €

Monatsbrutto (× 4,33 Wochen)2.771 €
Netto pro Stunde11,79 €
Jahresnetto (14 Bezüge)28.872 €
Brutto-Netto-Rechner →

Warum von höheren Stundenlöhnen prozentual weniger bleibt

Bei 12 € Stundenlohn und 40 Stunden bleiben 80,9 % des Bruttos, bei 40 € nur 60,1 %. Drei Mechanismen wirken zusammen. Die Lohnsteuer folgt einem Stufentarif (§ 33 EStG): Kleine Monatsgehälter liegen ganz oder großteils in der steuerfreien Stufe, große in den Stufen mit 40,0 % und mehr. Die Arbeitslosenversicherung ist für kleine Einkommen herabgesetzt und erst über 2.630 € brutto im Monat voll zu zahlen; bei 14 € und 38,5 Stunden liegt man noch darunter. Ganz oben dreht sich die Wirkung etwas, weil die Sozialversicherung ab 6.930 € nicht mehr wächst; bei 40 € Stundenlohn ist diese Grenze fast erreicht.

Netto pro Stunde mit Sonderzahlungen

Auch Beschäftigte mit Stundenlohn bekommen nach den meisten Kollektivverträgen Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration. Weil beide mit nur 6,0 % besteuert werden, ist eine Arbeitsstunde übers Jahr mehr wert als im einzelnen Monat: Bei 20 € und 40 Stunden sind es 14,09 € im laufenden Monat, aber 16,71 €, wenn man das Jahresnetto durch alle bezahlten Stunden teilt. Wer zwei Angebote vergleicht, eines mit Stundenlohn ohne Sonderzahlungen und eines mit vierzehn Bezügen, sollte diesen Unterschied einrechnen; die Seite zum Jahresgehalt zeigt den Effekt in Euro.

Kein gesetzlicher Mindestlohn, aber Kollektivverträge

Österreich hat keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Die Untergrenzen ergeben sich aus den Kollektivverträgen, die für Branchen und Berufsgruppen ausgehandelt werden und fast alle Arbeitsverhältnisse erfassen. Sie unterscheiden nach Tätigkeit, Qualifikation und Berufsjahren und werden meist einmal im Jahr erhöht. Den für Sie gültigen Mindeststundenlohn finden Sie in der Lohntabelle Ihres Kollektivvertrags; dieser Rechner nimmt den Betrag, den Sie tatsächlich bekommen.

Stundenlohn bei Minijob und Überstunden

Bleibt das Monatsentgelt bei höchstens 551,10 €, ist die Beschäftigung geringfügig: keine Sozialversicherung für Sie, netto gleich brutto (ÖGK, veränderliche Werte 2026). Wie viele Stunden das zulässt, hängt vom Stundenlohn ab:

Geringfügigkeitsgrenze 551,10 € im Monat 2026, Sonderzahlungen nicht eingerechnet
Stundenlohnhöchstens Stunden pro Wochehöchstens Stunden pro Monat
12,00 €10,645,9
14,00 €9,139,4
16,00 €8,034,4
20,00 €6,427,6

Was bei Überschreiten passiert und was neben einer Hauptbeschäftigung gilt, erklärt die Seite Geringfügige Beschäftigung. Für Überstunden ist der Normallohn je Stunde die Grundlage des Zuschlags von 50,0 % (§ 10 Abs. 3 AZG). Bei 20 € Stundenlohn bringen zehn Überstunden im Monat 300,00 € brutto, davon sind 100,00 € Zuschlag lohnsteuerfrei (§ 68 EStG); netto kommen 202,06 € dazu. Den eigenen Fall rechnet der Überstundenrechner durch.

Häufige Fragen

Wie rechne ich meinen Stundenlohn in ein Monatsgehalt um?

Stundenlohn mal Wochenstunden mal 4,33. Der Faktor ergibt sich aus 52 Wochen geteilt durch zwölf Monate und ist auch die Grundlage, mit der die Lohnverrechnung umgekehrt den Stundensatz aus dem Monatsgehalt ermittelt. 16 € bei 38,5 Stunden ergeben so 2.667,28 € brutto im Monat. Viele Kollektivverträge verwenden eigene Teiler; dann weicht das Ergebnis um einige Euro ab.

Wie viel netto bleibt bei 20 Euro Stundenlohn?

Bei 40 Wochenstunden sind es 2.440,19 € netto im Monat aus 3.464,00 € brutto, bei 38,5 Stunden 2.365,69 €. Pro Stunde bleiben damit rund 14,09 €. Mit beiden Sonderzahlungen kommen im Jahr 34.720 € netto zusammen. Die Werte gelten außerhalb Wiens ohne Kinder und Pendlerpauschale und wurden mit dem Rechner dieser Seite ermittelt.

Gibt es in Österreich einen gesetzlichen Mindeststundenlohn?

Nein, einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn gibt es nicht. Mindestlöhne und Mindestgehälter legen die Kollektivverträge fest, die für die allermeisten Arbeitsverhältnisse gelten, getrennt nach Branche, Tätigkeit und Erfahrung. Der für Sie maßgebliche Stundenlohn steht daher in der Lohntabelle Ihres Kollektivvertrags. Ein Arbeitgeber darf ihn nicht unterschreiten, auch nicht mit Ihrer Zustimmung; mehr zahlen darf er jederzeit.

Wie viele Wochenstunden darf ich mit Stundenlohn geringfügig arbeiten?

So viele, dass das Monatsentgelt 551,10 € nicht übersteigt. Bei 14 € Stundenlohn sind das rund 9,1 Stunden pro Woche, bei 20 € rund 6,4. Maßgeblich ist der tatsächliche Monatsverdienst, nicht der Durchschnitt; Sonderzahlungen zählen dabei nicht mit. Ein Monat mit mehr Stunden kann die Grenze überschreiten und volle Sozialversicherung auslösen.

Mit welchem Stundenlohn werden Überstunden bezahlt?

Mit dem Normallohn je Stunde und einem Zuschlag von 50 % (§ 10 AZG), sofern nicht Zeitausgleich vereinbart ist. Bei 20 € Grundlohn sind das 30 € je Überstunde. 2026 sind die Zuschläge für die ersten 15 Überstunden im Monat bis 170 € lohnsteuerfrei. Zehn Überstunden bringen in diesem Beispiel 300,00 € brutto und 202,06 € netto zusätzlich.

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Quellen

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Herausgeber von Lohn- und Sozialrechnern für Österreich

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