4.000 Euro brutto: Netto zwischen 40 und 6 Prozent

Bei diesem Gehalt gehen zwei Steuersätze weit auseinander: der für das laufende Gehalt und der für die Sonderzahlungen.

Von 4.000 € brutto bleiben 2026 2.724,79 € netto im Monat, nach 722,80 € Sozialversicherung und 552,41 € Lohnsteuer. Hochgerechnet ergibt das eine Bemessungsgrundlage von 39.194 €, und weil die 30-Prozent-Stufe bei 36.458 € endet, liegt ein Teil davon schon in der 40-Prozent-Stufe; laut Rechner beginnt sie ab etwa 3.722 € brutto. Für das laufende Gehalt heißt das: Von jedem zusätzlichen Euro gehen rund 50,8 % an Sozialversicherung und Steuer. Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration werden dagegen innerhalb des Jahressechstels weiter mit 6 % besteuert, die Grenzbelastung liegt dort bei rund 22,0 %. So bringt der Urlaubszuschuss 3.155,37 € netto, deutlich mehr als ein Monatsgehalt. Eine Prämie hat diesen Vorteil nicht mehr, weil das Sechstel bei vierzehn gleichen Bezügen vollständig verbraucht ist: Von 1.000 € Prämie mit dem Weihnachtsgeld bleiben 497,58 €. Das Jahresnetto beträgt 38.971 €.

Netto aus diesem Bruttogehalt

Netto pro Monat

2.725 €

Sozialversicherung723 €
Lohnsteuer552 €
Jahresnetto (14 Bezüge)38.971 €
Abzüge vom Jahresbrutto30,4 %
Zum vollständigen Brutto-Netto-Rechner →

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · Berechnungsmethode

Lohnzettel bei 4.000 € brutto

Außerhalb Wiens, ohne Kinder; Urlaubszuschuss im Juni
PositionMonatsgehaltUrlaubszuschuss
Brutto4.000,00 €4.000,00 €
Sozialversicherung722,80 €682,80 €
Lohnsteuer552,41 €161,83 €
Netto2.724,79 €3.155,37 €

Seit etwa 3.722 € brutto: die 40-Prozent-Stufe

Die Bemessungsgrundlage von 39.194 € im Jahr überschreitet die Grenze von 36.458 € um 2.736 €. Nur dieser Teil wird mit 40 Prozent besteuert (§ 33 Abs. 1 EStG), alles darunter wie bisher. Der Durchschnitt bleibt deshalb niedrig: Die Lohnsteuer macht 13,8 % des Monatsbruttos aus. Für Entscheidungen zählt aber der Grenzsatz, und der liegt mit Sozialversicherung bei 50,8 %.

Laufend 40 Prozent, Sonderzahlung 6 Prozent

Für den 13. und 14. Bezug gilt ein eigener Tarif (§ 67 Abs. 1 EStG): 620 € frei, dann 6,0 % bis zu einer Summe von 25.000 € im Jahr. Bei 4.000 € reicht das für beide Sonderzahlungen. Sozialversicherung fällt auf Sonderzahlungen ohne AK-Umlage und Wohnbauförderung an (WKO), der Satz beträgt 17,07 %. Der Abstand zwischen beiden Welten ist bei diesem Gehalt so groß wie nie zuvor auf der Gehaltsskala.

Grenzbelastung bei 4.000 € brutto, Sonderzahlung innerhalb des Jahressechstels
Von einem Euro brutto mehrim Monatsgehaltin einer Sonderzahlung
Sozialversicherung18,07 %17,07 %
Lohnsteuer auf den Rest40,0 %6,0 %
Abzüge insgesamt50,8 %22,0 %
bleibt netto49,2 %78,0 %

Eine Erhöhung wirkt vierzehnmal

Steigt das Monatsgehalt um 100 €, steigen Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration mit. Im Jahr kommen netto 745,70 € an: 589,80 € aus den zwölf Monaten und 155,90 € aus den beiden Sonderzahlungen. Der Gehaltserhöhungsrechner zeigt den Monatswert für jede Erhöhung.

Prämien: das Sechstel ist schon voll

Das Jahressechstel beträgt bei gleichbleibendem Gehalt 8.000 €, genau so viel wie die beiden Sonderzahlungen zusammen. Eine Prämie von 1.000 € mit dem Weihnachtsgeld passt nicht mehr hinein und wird nach Tarif versteuert, im November also mit 40 Prozent: 331,72 € Lohnsteuer, netto 497,58 €. Wie das Sechstel wächst und schrumpft, erklärt der Ratgeber zum Jahressechstel. Eine Ausnahme ist die steuerfreie Mitarbeiterprämie bis 500 € im zweiten Halbjahr 2026, die das Sechstel weder erhöht noch verbraucht.

Weitere Fälle im Brutto-Netto-Rechner. Darunter: 3.500 Euro brutto, noch ganz in der 30-Prozent-Stufe; darüber: 5.000 Euro brutto.

Häufige Fragen

Warum ist bei 4.000 Euro brutto das Urlaubsgeld netto höher als ein Monatsgehalt?

Weil die beiden Bezüge verschieden besteuert werden. Das Monatsgehalt durchläuft den Tarif, bei 4.000 € bis in die 40-Prozent-Stufe, und trägt 552,41 € Lohnsteuer. Der Urlaubszuschuss wird mit dem festen Satz von 6 % besteuert, nach einem Freibetrag von 620 €, und zahlt keine AK-Umlage und keine Wohnbauförderung. Ergebnis: 3.155,37 € netto statt 2.724,79 €.

Wie viel bleibt bei 4.000 Euro brutto von einer Prämie?

Bei vierzehn gleichen Bezügen ist das Jahressechstel mit Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration genau ausgeschöpft. Eine Prämie von 1.000 € im November liegt deshalb ganz darüber und wird wie laufender Bezug nach Tarif versteuert (§ 67 Abs. 10 EStG): 331,72 € Lohnsteuer, netto bleiben 497,58 €. Steuerfrei wäre dagegen eine Mitarbeiterprämie bis 500 €, die 2026 von Juli bis Dezember auf Grundlage einer lohngestaltenden Vorschrift bezahlt wird.

Was bringt bei 4.000 Euro brutto eine Erhöhung um 100 Euro im Monat aufs Jahr gerechnet?

Netto 745,70 € mehr im Jahr. Davon kommen 589,80 € aus den zwölf Monatsgehältern, die mit 40 Prozent Grenzsteuer belastet sind, und 155,90 € aus den zwei Sonderzahlungen, die mitwachsen und nur 6 % Lohnsteuer tragen. Von 1.400 € brutto mehr bleiben damit 53,3 %, ein besserer Schnitt als der Grenzsatz des Monatsgehalts vermuten lässt.

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Quellen

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Herausgeber von Lohn- und Sozialrechnern für Österreich

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