Pendlerpauschale und Pendlereuro 2026 berechnen

Was die Pauschale für Ihren Arbeitsweg im Lohnzettel wirklich bringt, für alle sieben Stufen und mit dem verdreifachten Pendlereuro.

Wer bei 3.000 € brutto 35 Kilometer zur Arbeit pendelt und öffentliche Verkehrsmittel nutzen könnte, hat Anspruch auf das kleine Pendlerpauschale von 696 € im Jahr und auf 210 € Pendlereuro. Im Lohnzettel bringt das 34,90 € netto mehr pro Monat. Das Pauschale ist ein Freibetrag: Es senkt die Bemessungsgrundlage und wirkt daher mit Ihrem Grenzsteuersatz, also bei 30 Prozent Grenzsteuersatz mit knapp einem Drittel seines Betrags. Der Pendlereuro dagegen wird direkt von der Steuer abgezogen und beträgt seit Jänner 2026 6 € je Kilometer der einfachen Strecke, dreimal so viel wie bis 2025. Ob das kleine oder das große Pauschale zusteht, entscheidet die Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel, die der amtliche Pendlerrechner des Finanzministeriums feststellt. Beide Beträge gelten voll ab elf Fahrten im Monat, zu zwei Dritteln bei acht bis zehn und zu einem Drittel bei vier bis sieben Fahrten.

Alle Stufen bei 3.000 € brutto (volle Fahrten)
StufePauschale/JahrNetto mehr/Monat
klein 20–40 km696 €37,40 €
klein 40–60 km1.356 €63,90 €
klein > 60 km2.016 €85,40 €
groß 2–20 km372 €19,30 €
groß 20–40 km1.476 €56,90 €
groß 40–60 km2.568 €94,20 €
groß > 60 km3.672 €126,80 €

Mehr netto pro Monat

34,90 €

419 € im Jahr über den Lohnzettel

Pendlerpauschale (Freibetrag) pro Jahr696 €
Pendlereuro (6 € je km) pro Jahr210 €
Lohnsteuer ohne Pendler281,57 €
Lohnsteuer mit Pendler246,67 €
Netto pro Monat mit Pendler2.203,73 €

Berechnungsmethode

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · Berechnungsmethode

Was der Rechner zeigt

Oben geben Sie Ihr Monatsbrutto, das Bundesland des Arbeitsorts, die Art des Pauschales, die Entfernung laut Pendlerrechner und die Zahl der Fahrten ein. Der Rechner lässt dann Ihren Lohnzettel zweimal laufen: einmal ohne, einmal mit Pendlerpauschale und Pendlereuro. Die Differenz ist das, was am Monatsende mehr auf dem Konto steht. Die Tabelle daneben wiederholt die Rechnung für jede der sieben Stufen, damit Sie sehen, was ein Umzug, ein neuer Arbeitsort oder die Einstufung als „groß“ ausmachen würde.

Die Beträge 2026

Pendlerpauschale nach § 16 Abs. 1 Z 6 EStG, Werte 2026
StufeEntfernung (einfach)Pauschale pro Jahr
klein20 bis 40 km696 €
kleinüber 40 bis 60 km1.356 €
kleinüber 60 km2.016 €
groß2 bis 20 km372 €
großüber 20 bis 40 km1.476 €
großüber 40 bis 60 km2.568 €
großüber 60 km3.672 €

Dazu kommt der Pendlereuro von 6 € je Kilometer und Jahr (§ 33 Abs. 5 Z 4 EStG). Bei 35 Kilometern sind das 210 € statt früher 70 €; genau dieses Beispiel nennt auch das Finanzministerium in seiner Mitteilung vom 30. Dezember 2025.

Freibetrag und Absetzbetrag: der Unterschied in Euro

Das Pauschale verringert das zu versteuernde Einkommen. Was es bringt, hängt deshalb vom Grenzsteuersatz ab: Bei 20 Prozent sind 696 € Pauschale 139 € weniger Steuer im Jahr, bei 40 Prozent 278 €. Der Pendlereuro wird dagegen von der fertig berechneten Steuer abgezogen, er ist für alle gleich viel wert, solange überhaupt Lohnsteuer anfällt. Wer wenig verdient, profitiert daher relativ mehr vom Pendlereuro, wer viel verdient, mehr vom Pauschale. Der Rechner kombiniert beides im echten Lohnzettel, mit Familienbonus und allen anderen Absetzbeträgen, statt nur „Pauschale mal Steuersatz“ zu rechnen.

Entfernung und Zumutbarkeit: was der Pendlerrechner entscheidet

Die Kilometer und die Frage „klein oder groß“ legen Sie nicht selbst fest. Maßgeblich ist das Ergebnis des Pendlerrechners des BMF, der mit Ihrer Wohnadresse, der Arbeitsstätte und den Arbeitszeiten Fahrstrecke und Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermittelt. Ist die Fahrt mit den Öffis zumutbar, gilt das kleine Pauschale, sonst das große. Der Ausdruck dieses Rechners ist zugleich das Formular für den Arbeitgeber. Unser Rechner übernimmt Entfernung und Art einfach von dort.

Mehrere Wohnsitze, Teilzeit und Werkverkehr

Bei mehreren Wohnsitzen zählt entweder der Wohnsitz, der der Arbeitsstätte am nächsten liegt, oder der Familienwohnsitz. Wer Teilzeit arbeitet, rechnet in Fahrten pro Monat, nicht in Stunden: Vier lange Tage pro Woche ergeben rund 17 Fahrten und damit das volle Pauschale. Nutzen Sie an den meisten Arbeitstagen einen Werkverkehr des Arbeitgebers, steht das Pauschale nur für die Strecke zu, die der Werkverkehr nicht abdeckt. Alle diese Regeln stehen in § 16 Abs. 1 Z 6 EStG.

Wenn die Lohnsteuer schon null ist

Bei kleinen Einkommen reicht die Lohnsteuer oft nicht aus, um den Pendlereuro ganz abzuziehen. Dann hilft die Arbeitnehmerveranlagung: Pendler bekommen bis zu 750 € ihrer Sozialversicherungsbeiträge zurück statt 496 €, und der Verkehrsabsetzbetrag steigt auf bis zu 853 €. Die Erklärung zum Pendlereuro selbst steht auf der Seite zum Pendlereuro 2026.

Häufige Fragen

Wie beantrage ich das Pendlerpauschale beim Arbeitgeber?

Sie füllen den Pendlerrechner des Finanzministeriums aus, drucken das Ergebnis als Formular L 34 EDV aus, unterschreiben es und geben es der Personalverrechnung. Ab dem Folgemonat zieht der Arbeitgeber Pauschale und Pendlereuro in jedem Lohnzettel ab. Ändern sich Wohnort oder Arbeitsstätte, müssen Sie das innerhalb eines Monats melden. Wer den Antrag versäumt, holt beides über die Arbeitnehmerveranlagung nach.

Was bringt mir das Pendlerpauschale, wenn ich kaum Lohnsteuer zahle?

Im Lohnzettel nichts mehr, sobald die Lohnsteuer null ist. Über die Arbeitnehmerveranlagung bekommen Pendler aber eine SV-Rückerstattung: 55 % der eigenen Sozialversicherungsbeiträge, höchstens 750 € im Jahr statt 496 € ohne Pendlerpauschale. Bei kleinen Einkommen kommt außerdem der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag von 853 € zum Tragen. Den Antrag stellen Sie über FinanzOnline.

Zählen Homeoffice-Tage beim Pendlerpauschale?

Gezählt werden nur Tage, an denen Sie tatsächlich von der Wohnung zur Arbeitsstätte fahren. Mit elf oder mehr Fahrten im Monat steht die volle Pauschale zu, mit acht bis zehn zwei Drittel, mit vier bis sieben ein Drittel, darunter nichts. Wer drei Tage pro Woche im Homeoffice arbeitet, kommt meist auf acht bis zehn Fahrten und damit auf zwei Drittel von Pauschale und Pendlereuro.

Wann ist das große Pendlerpauschale möglich?

Wenn die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel zumindest auf der halben Strecke nicht zumutbar ist, etwa weil keine Verbindung besteht, die Fahrzeit zu lang ist oder eine Gehbehinderung vorliegt. Dann gibt es das Pauschale schon ab zwei Kilometern: 372 € bis 20 Kilometer, 1.476 € bis 40, 2.568 € bis 60 und 3.672 € darüber, jeweils im Jahr. Die Zumutbarkeit ermittelt der Pendlerrechner.

Steht mir mit einem Firmenauto ein Pendlerpauschale zu?

Nein, wenn Ihnen der Arbeitgeber ein Kraftfahrzeug für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur Verfügung stellt, entfallen Pendlerpauschale und Pendlereuro. Ausgenommen sind ein Dienstfahrrad oder Elektrofahrrad: Damit bleibt der Anspruch bestehen. Ein vom Arbeitgeber bezahltes Öffi-Ticket verringert das Pauschale dagegen nur um die übernommenen Kosten.

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Quellen

Verfasst von

Herausgeber von Lohn- und Sozialrechnern für Österreich

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