Brutto-Netto-Rechner für Wien

Seit 2026 zieht Wien bei jedem Gehalt etwas mehr ab als die anderen Bundesländer. Der Rechner ist auf Wien eingestellt und zeigt den Unterschied in Euro.

Wer in Wien arbeitet, bekommt 2026 bei gleichem Brutto etwas weniger Netto als in den anderen acht Bundesländern: Bei 3.000 € brutto sind es 2.168,83 € statt 2.174,08 € im Monat, 5,25 € weniger, 63 € im Jahr. Der Grund ist der Wohnbauförderungsbeitrag. Er wurde in Wien mit 1. Jänner 2026 von 0,5 % auf 0,75 % angehoben, für Dienstnehmer und Dienstgeber gleichermaßen; überall sonst bleibt er bei 0,5 %. Bei vollem Arbeitslosenversicherungsbeitrag steigt der Abzug der Sozialversicherung damit in Wien von 18,07 % auf 18,32 % des Bruttos. Netto wirkt nicht der volle Mehrbeitrag, weil er die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage senkt. Maßgeblich ist der Ort der Beschäftigung, nicht der Wohnsitz: Wer in Niederösterreich wohnt und in Wien arbeitet, zahlt den Wiener Satz. Auf Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration fällt kein Wohnbauförderungsbeitrag an, der Unterschied betrifft also nur die zwölf laufenden Gehälter.

Kinder, Alleinverdiener, Arbeitsweg

Netto pro Monat

2.169 €

Jahresnetto 30.740 € · Abzüge 26,8 % · Wien

73 %
18 %
Netto
Sozialversicherung
Lohnsteuer
Bruttobezug3.000,00 €
Krankenversicherung 3,87 %− 116,10 €
Pensionsversicherung 10,25 %− 307,50 €
Arbeitslosenversicherung 2,95 %− 88,50 €
Arbeiterkammerumlage 0,5 %− 15,00 €
Wohnbauförderung 0,75 %− 22,50 €
Sozialversicherung gesamt− 549,60 €
Lohnsteuer− 281,57 €
Netto pro Monat2.168,83 €
Ihr Jahr in Zahlungen
Jänner bis Dezember, je2.168,83 €
Urlaubszuschuss (Juni): SV 512,10 €, LSt 112,07 €2.375,83 €
Weihnachtsremuneration (November): SV 512,10 €, LSt 149,27 €2.338,63 €
Jahresnetto aus 14 Bezügen30.740 €
  • Wien: Wohnbauförderungsbeitrag 0,75 % seit 1. Jänner 2026.

Grenzsteuersatz 30 % · Dienstgeber zahlt zusätzlich 895 € im Monat

Annahmen

Angestellte oder Arbeiter mit gleichem Bezug jeden Monat, Sonderzahlungen in Höhe eines Monatsbezugs im Juni und November, Werte 2026. Nicht enthalten: Sachbezüge, Überstunden, Betriebsratsumlage, Gewerkschaftsbeitrag, Rückerstattungen aus der Arbeitnehmerveranlagung.

Berechnungsmethode und Abgleich mit dem BMF

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · Berechnungsmethode

Der Rechner für Wien

Oben ist das Bundesland bereits auf Wien gesetzt. Sie geben Ihr Monatsbrutto ein, wählen bei Bedarf Kinder, Familienbonus, Alleinverdiener und Pendlerpauschale und lesen das Netto ab, mit Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration. Arbeiten Sie nicht in Wien, stellen Sie das Bundesland um: Der Unterschied ist der Wohnbauförderungsbeitrag, sonst nichts.

Was der höhere Beitrag in Euro ausmacht

Ohne Kinder und Pendlerpauschale, 14 Bezüge, Werte 2026 aus unserem Rechenmotor
Brutto pro MonatNetto WienNetto übrige LänderUnterschied pro MonatUnterschied pro Jahr
2.000 €1.623,26 €1.627,26 €4,00 €48,00 €
2.500 €1.899,57 €1.903,95 €4,38 €52,56 €
3.000 €2.168,83 €2.174,08 €5,25 €63,00 €
3.500 €2.454,71 €2.460,83 €6,12 €73,44 €
4.000 €2.718,79 €2.724,79 €6,00 €72,00 €
5.000 €3.208,87 €3.216,37 €7,50 €90,00 €
6.000 €3.698,95 €3.707,95 €9,00 €108,00 €
7.000 €4.196,72 €4.207,12 €10,40 €124,80 €

Der Mehrbeitrag beträgt 0,25 % des Bruttos, bei 3.000 € also 7,50 €. Netto fehlen davon nur 5,25 €, weil Sozialversicherungsbeiträge die Lohnsteuer-Bemessungsgrundlage senken: Ein Teil des Mehrbeitrags kommt über weniger Lohnsteuer zurück, umso mehr, je höher der Grenzsteuersatz. Über der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € wächst der Unterschied nicht mehr, weil der Beitrag dort gedeckelt ist; bei 7.000 € sind es 10,40 € im Monat. Die Jahresspalte ist genau das Zwölffache der Monatsspalte, weil Sonderzahlungen keinen Wohnbauförderungsbeitrag tragen.

Wien gegen die anderen Bundesländer

Weniger netto in Wien pro Jahr

63,00 €

Netto pro Monat Wien2.168,83 €
Netto pro Monat übrige Länder2.174,08 €
Unterschied pro Monat5,25 €
Brutto-Netto-Rechner Wien →

Rechtsgrundlage und Ort der Beschäftigung

Der Wohnbauförderungsbeitrag ist eine lohnabhängige Abgabe, die gemeinsam mit der Sozialversicherung eingehoben und an das Bundesland überwiesen wird. Für Wien legt der Wiener Wohnbauförderungsbeitragstarif 2018 die Höhe fest. Laut Stadt Wien betrug er von 2018 bis 2025 je 0,5 % für Dienstgeber und Beschäftigte, seit 1. Jänner 2026 je 0,75 %. Die ÖGK rechnet den Unterschied als eigenen Zuschlag ab, der nur für Beschäftigungen in Wien gilt. Maßgeblich ist damit der Ort der Beschäftigung. Wer zwischen Wien und einem anderen Bundesland pendelt, sollte im Rechner das Bundesland des Arbeitsorts wählen; für den Weg selbst gibt es die Pendlerpauschale.

Wer in Wien keinen Wohnbauförderungsbeitrag zahlt

  • Lehrlinge
  • geringfügig Beschäftigte (bis 551,10 € im Monat)
  • freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer
  • Hausbesorgerinnen und Hausbesorger
  • bestimmte Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft und bei ausländischen Vertretungsbehörden

Die Seite des Arbeitgebers

Für den Dienstgeber steigt der Beitrag ebenso auf 0,75 %, bei 3.000 € brutto 7,50 € mehr im Monat. Der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag beträgt in Wien 0,36 % der Lohnsumme, in den anderen Ländern zwischen 0,31 % und 0,40 %. Was ein Gehalt den Arbeitgeber insgesamt kostet, rechnet der Dienstgeberkosten-Rechner; die einzelnen Beiträge auf Ihrem Lohnzettel erklärt die Seite zur Sozialversicherung.

Häufige Fragen

Warum ist das Netto in Wien 2026 niedriger als in den anderen Bundesländern?

Weil Wien den Wohnbauförderungsbeitrag mit 1. Jänner 2026 auf 0,75 % für Dienstnehmer erhöht hat, statt 0,5 % wie im übrigen Österreich. Bei 3.000 € brutto sind das 7,50 € mehr Abzug; weil der Beitrag die Lohnsteuer senkt, fehlen netto 5,25 € im Monat. Lohnsteuer und Absetzbeträge sind bundesweit gleich; unser Rechner unterscheidet die Bundesländer beim Arbeitnehmer nur an dieser Stelle.

Zählt für den Wiener Wohnbauförderungsbeitrag der Wohnort oder der Arbeitsort?

Der Arbeitsort. Die ÖGK verrechnet den erhöhten Beitrag für Beschäftigungen im Bundesland Wien, und die Stadt Wien knüpft an den Ort der Beschäftigung an. Pendler aus Niederösterreich oder dem Burgenland zahlen also 0,75 %, Wiener mit Arbeitsplatz in Niederösterreich 0,5 %. Im Rechner wählen Sie deshalb das Bundesland des Arbeitsorts.

Zahlen Lehrlinge in Wien den höheren Wohnbauförderungsbeitrag?

Nein. Lehrlinge, geringfügig Beschäftigte, freie Dienstnehmer, Hausbesorger und einige Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft sowie bei ausländischen Vertretungsbehörden zahlen laut Stadt Wien überhaupt keinen Wohnbauförderungsbeitrag, weder 0,5 % noch 0,75 %. Für sie ändert die Wiener Erhöhung 2026 am Netto nichts. Wer nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 € verdient, zahlt als Dienstnehmer ohnehin keine Sozialversicherung.

Was kostet ein Arbeitsplatz in Wien den Arbeitgeber 2026 mehr?

Der Dienstgeber zahlt ebenfalls 0,75 % statt 0,5 % Wohnbauförderungsbeitrag, bei 3.000 € brutto 7,50 € mehr im Monat. Dazu kommt der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag, der in Wien 0,36 % beträgt; je nach Bundesland liegt er zwischen 0,31 % und 0,40 %. Die vollständige Rechnung zeigt der Dienstgeberkosten-Rechner.

Passende Rechner und Seiten

Quellen

Verfasst von

Herausgeber von Lohn- und Sozialrechnern für Österreich

Aktualisiert am · Redaktionsgrundsätze · Kontakt

Werte 2026, geprüft am