Sozialversicherungsbeiträge der Dienstnehmer 2026

Was von Ihrem Bruttolohn an Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung abgeht, wo die Staffel für kleine Einkommen Sprünge macht und was bei Sonderzahlungen anders ist.

Angestellte und Arbeiter zahlen 2026 in Österreich 18,07 % ihres Bruttolohns an Sozialversicherung, wenn sie mehr als 2.630 € im Monat verdienen: 3,87 % Krankenversicherung, 10,25 % Pensionsversicherung, 2,95 % Arbeitslosenversicherung, je 0,5 % Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag. In Wien ist der Wohnbauförderungsbeitrag seit Jänner 2026 auf 0,75 % gestiegen, der Gesamtsatz liegt dort bei 18,32 %. Bei kleinen Einkommen sinkt der Anteil zur Arbeitslosenversicherung: bis 2.225 € null, bis 2.427 € 1 %, bis 2.630 € 2 %. Urlaubs- und Weihnachtsgeld tragen keine Arbeiterkammerumlage und keinen Wohnbauförderungsbeitrag, dort sind es höchstens 17,07 %. Beiträge werden nur bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € im Monat berechnet; der Beitrag erreicht dort 1.252,25 € und steigt nicht weiter. Wer nicht mehr als 551,10 € verdient, ist geringfügig beschäftigt und zahlt gar nichts.

Ihr Sozialversicherungsbeitrag Posten für Posten

SV pro Monat

386,88 €

Satz insgesamt16,12 %
Pensionsversicherung246,00 €
Krankenversicherung92,88 €
Arbeitslosenversicherung (1,00 %)24,00 €
Brutto-Netto-Rechner →

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Die Beitragssätze 2026 Posten für Posten

Die Sozialversicherung in Österreich ist eine Pflichtversicherung: Wer mehr als geringfügig verdient, ist automatisch kranken-, pensions-, unfall- und arbeitslosenversichert. Der Arbeitgeber zieht Ihren Anteil vom Bruttolohn ab und meldet ihn monatlich an die Österreichische Gesundheitskasse. Die Sätze stehen in der Übersicht der Wirtschaftskammer zum Beitragswesen 2026.

Laufender Bezug 2026; Dienstgeber zusätzlich Insolvenzentgeltsicherung, Abfertigung neu und Lohnnebenkosten
BeitragDienstnehmerDienstgeberIhr Anteil bei 3.200 €
Krankenversicherung3,87 %3,78 %123,84 €
Pensionsversicherung10,25 %12,55 %328,00 €
Arbeitslosenversicherung2,95 %2,95 %94,40 €
Unfallversicherung0,0 %1,10 %0,00 €
Arbeiterkammerumlage0,50 %0,0 %16,00 €
Wohnbauförderung (Wien)0,50 % (0,75 %)0,50 % (0,75 %)16,00 €
Summe außerhalb Wiens18,07 %578,24 €

Der größte Posten ist die Pensionsversicherung mit mehr als der Hälfte Ihres Beitrags. Sie begründet Ihr Pensionskonto: Jeder Monat mit Beiträgen erhöht die spätere Pension. Die Krankenversicherung deckt Arztbesuche und Spital und zahlt bei längerer Krankheit Krankengeld. Die Arbeitslosenversicherung finanziert das Arbeitslosengeld des AMS. Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag sind streng genommen keine Versicherung, werden aber mit ihr eingehoben.

Wien: höherer Wohnbauförderungsbeitrag

Seit 1. Jänner 2026 beträgt der Wohnbauförderungsbeitrag für Beschäftigte in Wien 0,75 % statt 0,50 %, für Dienstnehmer und Dienstgeber jeweils (ÖGK). Entscheidend ist der Beschäftigungsort, nicht der Wohnort. Bei 3.200 € brutto macht das 8,00 € im Monat aus. Wie sich das übers Jahr auswirkt, rechnet die Seite Brutto-Netto Wien vor.

Die Staffel der Arbeitslosenversicherung

Für kleine Einkommen ist der Dienstnehmeranteil zur Arbeitslosenversicherung herabgesetzt (ÖGK, Stand 1. 1. 2026). Die Grenzen werden jedes Jahr mit der Aufwertungszahl angepasst:

  • bis 2.225,00 € brutto: 0,0 %
  • über 2.225,00 € bis 2.427,00 €: 1,0 %
  • über 2.427,00 € bis 2.630,00 €: 2,0 %
  • über 2.630,00 €: 2,95 %

Die Staffel ist eine Treppe. Der höhere Satz gilt ab dem ersten Cent über der Grenze für das ganze Gehalt, nicht nur für den Teil darüber. Deshalb gibt es drei Stellen, an denen ein Euro mehr brutto weniger netto bedeutet:

Laufender Monatsbezug 2026, außerhalb Wiens, ohne Absetzbeträge außer dem Verkehrsabsetzbetrag
GrenzeNetto genau an der GrenzeNetto einen Euro darüberUnterschied
2.225 €1.775,56 €1.760,57 €-14,99 €
2.427 €1.878,59 €1.862,18 €-16,41 €
2.630 €1.979,37 €1.962,46 €-16,91 €

Die ÖGK betont zwei Regeln. Jeder Beitragszeitraum wird einzeln beurteilt, es gibt keinen Durchschnitt über das Jahr; ein Monat mit Überstunden oder Zulagen kann daher in die nächste Stufe fallen. Und mehrere Dienstverhältnisse werden nicht zusammengerechnet: Wer zwei Teilzeitjobs mit je 1.500 € hat, zahlt bei beiden keine Arbeitslosenversicherung. Wer eine Erhöhung knapp über eine Grenze verhandelt, sollte nachrechnen, wo das Netto landet; die Seite zur Gehaltserhöhung zeigt solche Fälle.

Ihr Sozialversicherungsbeitrag Posten für Posten

SV pro Monat

386,88 €

Satz insgesamt16,12 %
Pensionsversicherung246,00 €
Krankenversicherung92,88 €
Arbeitslosenversicherung (1,00 %)24,00 €
Brutto-Netto-Rechner →

Sozialversicherung nach Monatsbrutto

Dienstnehmeranteil 2026 vom laufenden Bezug; ab der Höchstbeitragsgrundlage sinkt der Satz bezogen auf das ganze Gehalt
MonatsbruttoArbeitslosenversicherungSatz gesamtBeitragBeitrag in Wien
1.200 €0,00 %15,12 %181,44 €184,44 €
2.000 €0,00 %15,12 %302,40 €307,40 €
2.300 €1,00 %16,12 %370,76 €376,51 €
2.500 €2,00 %17,12 %428,00 €434,25 €
2.800 €2,95 %18,07 %505,96 €512,96 €
3.500 €2,95 %18,07 %632,45 €641,20 €
5.000 €2,95 %18,07 %903,50 €916,00 €
6.930 €2,95 %18,07 %1.252,25 €1.269,58 €
9.000 €2,95 %13,91 %1.252,25 €1.269,58 €

Sonderzahlungen: weniger Posten, eigene Grenze

Auf den 13. und 14. Bezug fallen Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung an, aber keine Arbeiterkammerumlage und kein Wohnbauförderungsbeitrag, auch nicht in Wien. Der Satz liegt also höchstens bei 17,07 %. Die Staffel der Arbeitslosenversicherung wird auf die Sonderzahlung für sich angewendet. Das Beispiel der ÖGK: 2.500 € laufend und 2.300 € Sonderzahlung im selben Monat ergeben 2,0 % vom Gehalt, aber nur 1,0 % von der Sonderzahlung, weil beide Beträge getrennt betrachtet werden.

Für Sonderzahlungen gibt es eine eigene Höchstbeitragsgrundlage von 13.860 € im Kalenderjahr (ÖGK, veränderliche Werte 2026). Wer zwei volle Monatsgehälter über 6.930 € bekommt, zahlt auf die zweite Sonderzahlung daher nur noch teilweise Beiträge. Was nach Steuer vom Urlaubs- und Weihnachtsgeld bleibt, zeigt die Seite zum 13. und 14. Gehalt.

Obergrenze, Untergrenze und was dazwischen gilt

Nach oben begrenzt die Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € im Monat die Beiträge. Nach unten liegt die Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 €: Bis dahin zahlen Sie keine Sozialversicherung und sind nur unfallversichert; die Seite Geringfügige Beschäftigung erklärt, was das für Pension und Krankenversicherung bedeutet. Die Beiträge mindern übrigens die Lohnsteuer: Sie werden vom Bruttolohn abgezogen, bevor der Tarif angewendet wird. Bei kleinem Einkommen holt die Arbeitnehmerveranlagung sogar einen Teil zurück, bis zu 496 € im Jahr.

Häufige Fragen

Wie viel Sozialversicherung wird 2026 vom Bruttolohn abgezogen?

Über 2.630 € brutto im Monat sind es 18,07 %, in Wien 18,32 %. Bei 3.200 € brutto außerhalb Wiens ergibt das 578,24 €, davon 328,00 € für die Pension. Der Arbeitgeber zieht den Betrag vom Lohn ab und überweist ihn an die ÖGK, die Lohnsteuer dagegen ans Finanzamt. Unter 2.630 € wird der Satz durch die Staffel der Arbeitslosenversicherung kleiner.

Warum zahlt man bei kleinem Gehalt weniger Arbeitslosenversicherung?

Seit 2026 gilt für den Dienstnehmeranteil eine Staffel: bis 2.225 € brutto im Monat 0 %, bis 2.427 € 1 %, bis 2.630 € 2 %, darüber 2,95 %. Der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil von 2,95 % trotzdem voll. Jeder Monat wird für sich betrachtet, ohne Durchschnitt; ein Monat mit Überstunden kann also einen höheren Satz auslösen als die übrigen.

Wie viel Sozialversicherung kostet das Urlaubs- und Weihnachtsgeld?

Auf Sonderzahlungen fallen Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung an, aber weder Arbeiterkammerumlage noch Wohnbauförderung. Bei 3.200 € Urlaubszuschuss sind das 546,24 €, also 17,07 %. Die Staffel der Arbeitslosenversicherung richtet sich nach der Höhe der Sonderzahlung selbst, nicht nach dem Monatsgehalt. Für beide Sonderzahlungen zusammen gilt eine Höchstbeitragsgrundlage von 13.860 € im Jahr.

Ab welchem Gehalt steigt die Sozialversicherung nicht mehr?

Ab der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € brutto im Monat, das sind 231 € je Kalendertag. Der Dienstnehmeranteil bleibt dort bei 1.252,25 €, auch wenn das Gehalt höher ist. Jeder Euro darüber wird nur noch mit Lohnsteuer belastet, die Sozialversicherung ist ausgeschöpft. Die Grenze wird jedes Jahr mit der Aufwertungszahl angepasst; für 2026 stammt sie aus den veränderlichen Werten der ÖGK.

Bekommt man Sozialversicherungsbeiträge vom Finanzamt zurück?

Ja, bei kleinem Einkommen. Wer so wenig verdient, dass keine Einkommensteuer anfällt, bekommt in der Arbeitnehmerveranlagung 55 % der Sozialversicherungsbeiträge erstattet, höchstens 496 € im Jahr, mit Pendlerpauschale bis 750 €. Das betrifft vor allem Teilzeit und Ferialjobs. Die Erstattung kommt automatisch, wenn das Finanzamt antragslos veranlagt, sonst mit der eigenen Erklärung.

Wie viel Sozialversicherung zahlt der Arbeitgeber zusätzlich?

Der Dienstgeberanteil beträgt 20,98 % des Bruttolohns, mehr als der Dienstnehmeranteil, weil der Arbeitgeber auch die Unfallversicherung allein trägt. Dazu kommen 1,53 % für die Abfertigung neu sowie Dienstgeberbeitrag, Zuschlag und Kommunalsteuer. Diese Kosten sehen Sie nicht auf Ihrem Lohnzettel; was ein Gehalt den Betrieb insgesamt kostet, zeigt der Dienstgeberkosten-Rechner.

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Quellen

Verfasst von

Herausgeber von Lohn- und Sozialrechnern für Österreich

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