Vom Wunschnetto zum Bruttogehalt
Sie wissen, was am Monatsende am Konto stehen soll; der Rechner sagt Ihnen, welches Brutto Sie dafür im Vertrag brauchen.
Wer 2.500 € netto im Monat bekommen möchte, braucht 2026 in Österreich ein Bruttogehalt von 3.568,29 € im Monat, bei vierzehn Bezügen also 49.956 € im Jahr (Arbeitsort außerhalb Wiens, ohne Kinder und Pendlerpauschale). Die Rückrechnung ist keine einfache Division: Lohnsteuer und Sozialversicherung wachsen mit dem Gehalt stufenweise, deshalb kostet jeder zusätzliche Hunderter netto je nach Einkommen zwischen 147 € und 203 € brutto. Der Rechner sucht das Brutto, bei dem der laufende Monatsnetto genau Ihrem Wunsch entspricht, auf einen Cent genau, mit denselben Abzügen wie der Brutto-Netto-Rechner. Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration kommen dazu und sind netto höher als ein Monatsgehalt, weil sie mit 6 % statt mit dem Tarif besteuert werden: Das Jahresnetto erreicht so 35.600 € und nicht nur vierzehnmal 2.500 €. In Wien braucht dasselbe Netto 3.579,21 € brutto, weil dort der Wohnbauförderungsbeitrag höher ist.
Nötiges Bruttogehalt pro Monat
3.055 €
Jahresbrutto 42.763 € bei 14 Bezügen
| Brutto | 3.054,52 € |
|---|---|
| Sozialversicherung | − 559,59 € |
| Lohnsteuer | − 294,93 € |
| Netto | 2.200,00 € |
| Jahresnetto inkl. 13. und 14. | 31.199 € |
| Abzüge vom Jahresbrutto | 27,0 % |
Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · Berechnungsmethode
Wofür die Rückrechnung gebraucht wird
In Österreich wird über Brutto verhandelt, gelebt wird vom Netto. Die Frage kommt deshalb meist in drei Situationen: vor einem Gehaltsgespräch („Was muss ich verlangen, damit 200 € mehr ankommen?“), bei einem Jobangebot mit Jahresbetrag und beim Wechsel aus dem Ausland, wenn man nur weiß, was man zum Leben braucht. Der Rechner oben dreht dafür den normalen Lohnzettel um. Sie geben das gewünschte Monatsnetto ein, wählen das Bundesland des Arbeitsorts und bei Bedarf Kinder oder Pendlerpauschale, und lesen das nötige Bruttogehalt pro Monat ab, samt Sozialversicherung, Lohnsteuer und Jahresnetto inklusive 13. und 14. Bezug.
Was 100 Euro netto mehr brutto kosten
| Monatsnetto | nötiges Brutto | Brutto für 100 € netto mehr |
|---|---|---|
| 1.500 € | 1.812,58 € | 147,27 € |
| 2.000 € | 2.696,47 € | 174,36 € |
| 2.500 € | 3.568,29 € | 177,86 € |
| 3.000 € | 4.559,86 € | 203,43 € |
| 4.000 € | 6.594,12 € | 203,41 € |
| 5.000 € | 8.505,24 € | 192,31 € |
Die rechte Spalte ist die eigentliche Verhandlungszahl. Sie folgt dem Steuertarif nach § 33 EStG: Wer mit dem Grenzsteuersatz von 30,0 % rechnet, muss für jeden Netto-Euro weniger zusätzlich verlangen als jemand in der Stufe mit 40,0 %. Über der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € entfällt die Sozialversicherung auf den Mehrbetrag (ÖGK, Werte 2026), deshalb sinkt die Zahl in der letzten Zeile trotz höherem Steuersatz wieder.
Die Stufe der Arbeitslosenversicherung
Ein Sonderfall liegt bei kleinen Gehältern. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung steigt nicht gleitend, sondern in Stufen, und der jeweils gültige Satz gilt für das ganze Gehalt. Von 1.800 € auf 1.900 € netto springt das nötige Brutto von 2.293,16 € auf 2.493,20 €, also um 200,04 €, weil der Satz dabei von 1,0 % auf 2,0 % steigt. Wer knapp an einer Stufe verhandelt, sollte das im Rechner gegenprüfen.
Jahresangebote richtig umrechnen
Stellenanzeigen nennen oft ein Jahresbrutto. Bei einem Angebot über 50.000 € sind das bei vierzehn Bezügen 3.571,43 € im Monat und 2.501,80 € netto; im Jahr bleiben 35.627 €. Steht im Vertrag ein Monatsbetrag, prüfen Sie, ob Ihr Kollektivvertrag Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration vorsieht; die Abrechnung beider Zahlungen zeigt der Urlaubsgeld- und Weihnachtsgeld-Rechner. Den umgekehrten Blick vom Jahresbetrag aus bietet die Seite zum Jahresgehalt.
Warum das Jahresnetto mehr ist als vierzehnmal das Monatsnetto
Der Rechner zielt auf den laufenden Monatsnetto, also das, was in den zwölf normalen Monaten überwiesen wird. Die beiden Sonderzahlungen werden innerhalb des Jahressechstels mit festen Sätzen versteuert (§ 67 EStG) und tragen weder AK-Umlage noch Wohnbauförderungsbeitrag. Im Beispiel mit 2.500 € netto landen im Juni deshalb 2.818,83 € mehr am Konto als in einem normalen Monat. Wer in der Verhandlung mit dem Jahresnetto argumentiert, rechnet also mit 35.600 € statt 35.000 €.
Grenzen der Rückrechnung
Der Rechner kennt Familienbonus Plus, Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag, Pendlerpauschale und Pendlereuro. Er kennt nicht: Sachbezüge wie ein privat nutzbares Firmenauto, Betriebsratsumlage, Gewerkschaftsbeitrag, steuerfreie Zulagen und Überstunden. Was ein bestehendes Gehalt nach einer Erhöhung bringt, zeigt die Seite zur Gehaltserhöhung; die vollständige Abrechnung eines bekannten Bruttos liefert der Brutto-Netto-Rechner, abgeglichen mit dem amtlichen Rechner des Finanzministeriums.